Die Arbeitsgemeinschaft der Puch- und  Oldiefahrer aus dem Europäischen Raum.
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Sonderseite Puch TL / SL

Die schönen Hochbeinigen
 

 Gewidmet den Puch TL/SL Modellen

Auf dieser Seite , möchte ich den Hochbeinigen Puchmodellen der Baureihen TL150 / TL 125   und SL125 gedenken.

Die TL150 hat es mir persönlich angetan, weil mein Vater in den 50er Jahren einmal so ein   Modell gefahren hatte. Er hat mir immer erzählt was für ein schönes Motorrad er damals für diese  Zeit besessen hatte. Geschwärmt hat er immer wieder von der Steigfähigkeit , der Zuverlässigkeit  und den angeblich unverwechselbaren Klang. Natürlich hatte ich damals in jungen Jahren keinen      Kopf für die Geschichten einer 150ccm Maschine. Schließlich fuhr ich damals Norton 750,     Ducati KöWe-900 SS und so weiter. Damals fing (wie bei vielen Jugendlichen) ein Motorrad bei  750ccm an.  Dann erspähte ich bei eBay zufällig eine TL150 und erinnerte mich wieder an alle diese  Jugendgeschichten meines Vaters. Also beobachtete ich das Angebot und war schon erstaunt, dass  niemand dieses Motorrad haben wollte. Es kam wie es kommen musste. Sitze aus meinem Kadett­  Kombi ausgebaut und ab nach Berlin. Dort angekommen gab es dann noch eine Überraschung, es  gab als Zugabe noch eine zweite TL dazu.  Zuhause angekommen, habe ich sie erst mal in den Wintergarten gestellt und im Internet nach   Personen gesucht, denen ich einige (es waren aber in Wirklichkeit viele) Fragen stellen konnte.  An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die mir damals alle meine Fragen geduldig  beantwortet haben.  So, jetzt hatte ich eine dieser Puch`s und stand ohne Ahnung da. Da habe ich von der 10Jahresfeier bei RBO gehört. Also, gepackt und nix wie hin. Da ich ja hier zuhause noch nie eine Puch gesehen  hatte, wusste ich jetzt von welchem Klang mein Vater immer gesprochen hatte. Nix Zweitakt und  nix Viertakt,
Puchtakt eben. Ich war vollends begeistert. Als dann noch ca. 150 Leute ihre Puch anwerfen um zur Ausfahrt zu starten, könnt Ihr vielleicht erahnen wie viel Öl ich eingeatmet habe.  Da war denn endgültig klar das ich mein halbes Leben ohne Puch`s verschlafen habe. Wider zu  Hause angekommen, fing ich dann umgehend mit der Restauration an. Mittlerweile ist sie fertig und  ich habe noch einige Puch`s dazu bekommen. Denn die Winterabende sind ja bekanntlich sehr lang.

  Da ich aber sogar bei den vielen Puch`s bei der 10jahresfeier nur eine 150er gesehen habe, möchte  ich diese Seite den hochbeinigen Exemplaren widmen, weil sie sonst Gefahr laufen, vergessen zu  werden.

Restauration
Gallery

So kam sie zu mir

Bestandsaufnahme

Nach dem Sandstrahlen

Neuteile brauchte ich auch

Das neue Herz

Dann geht’s los mit dem Zusammenbau

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden

 

 

 

So wurde sie von der Presse Vorgestellt

 ( Die Hochbeinigen mit der glatten Fassade )
Das gemeinsame Merkmal dieser als L-Baureihe bekannt gewordenen Maschinen war der Schalenrahmen und die 19Zoll-Räder mit einfachen Innenbackenbremsen. (Wobei L dafür  für Luxus steht)  Als erste kam 1949 die 125SL (Sport-Luxus) mit dem neuen Schalenrahmen bei  Sportveranstaltungen auf die Bühne. Der Schalenrahmen erregte großes Interesse und so war es  nicht verwunderlich, dass die österreichische Presse das neue Motorrad  im Mai1950 mit dem  Titel :
Ein Blick in die Zukunft, vorstellte. Vorgestellt wurde die 125 SL mit Leichtmetallzylinder, der aber in der Serie durch Grauguss  ausgetauscht wurde. Lieferbar war dieses Modell ab 1951. Die am 16.Juni 1950 auf dem Genfer-Salon gezeigte Maschine weichte dann in einigen Details  von der Großserie ab. Sie hatte z.B. eine Sitzbank, einen anderen Limadeckel und wie schon  erwähnt, war der Zylinder aus Alu. Diese Alu-Zylinder war nur den Werksmaschinen  vorbehalten, wie übrigens in der Zukunft bei allen Doppelkolben-Modellen. 


Die TL150
Inzwischen hatte man auch einen `zivilen Motor mit 150ccm und einen Vergaser entwickelt.  Dabei war der 150er Motor bei weitem keine aufgebohrte 125er, sonder mit eigenständigem  Hub und Bohrung ein eigens entwickelter Motor.  Neu an diesen L-Modellen war auch das schon seit 2 Jahren in Wettbewerbe getestete 4 Gang  Getriebe. Wobei allerdings der neu hinzugekommene 4. Gang in der Gesamtübersetzung dem  ehemals 3. Gang glich.
Die 150er war von Anfang an als ausgesprochene Tourenmaschine  entwickelt worden, was schon in der Wahl des Hubraumes und der gemäßigten Spitzengeschwindigkeit von etwas über 80km/h zu erkennen war.
So wurde auch bewusst der Hubraum von 150ccm so gewählt, dass man erst gar nicht in eine Rennklasse passte.

   
  125SLS / Frank Asbach/Solingen   125 TL 1953 , Alexandra/ Oberösterreich  

 

                                 Technische Daten

Zündkerze: 

         Bosch W 225 TI

Motorschmierung: Benzin/Öl  1:25

Vergaser:

125/150 TL 

125SL

 

1 Puchvergaser mit Nadeldüse P18/2 

2 Puchvergaser mit Nadeldüse P18/2

 

   mit 18mm Durchmesser.

Einstellung und Betätigung wie bei Modell 125 TS

                                  Hauptdüse Nr.90. Schwimmernadel 1.Raste v.O. 
                                  Düsennadel 2.oder 3. Raste v.O.
                                  Naßluftfilter mit Startscheibe.
 

Sonst. Motormerkmale : Graugusszylinder, Leichtmetallzylinderdeckel
Kraftübertragung:
Primärantrieb Motor / Getriebe mittels Kette und Zahnrädern, Einfach­ Hülsenkette A9,5x9,5, DIN 72332, 50 Hülsen, Vollgekapselt im Ölbad laufend
17:42 Zähne, i=2,47 .

                               
Sekundärüberstzung Getriebe-Hinterrad – Rollenkett 12,7 X7,8 DIN 73232, 13x45 Zähne, i = 3,46 , Viergang Fußschaltung

Getriebe:               Gesamtübersetzung (alle Modelle)                     1.Gang  1 : 25,5                    
2.Gang  1 : 14,6                     3.Gang  1 : 10                     4.Gang  1 : 7,6

Kupplung:              Mehrscheibenkupplung im Ölbad laufend.
Fahrgestell Rahmen:  Torsionssteifer Schalenrahmen aus Blechpressteilen in zwei Hälften    zusammengeschweißt.

Gabel/Federung:   Vorderradgabel Teleskopgabel ,hydraulisch gedämpft. Hinterradschwinge                              
 aus Blechpressteilen mit integriertem Kettenkasten, zwei hydraulisch                                     gedämpfte Federbeine.

Räder:                     Drahtspeichenräder 36 Loch für Bereifung: 3.00x19

Bremsen:               Innenbackenbremsen, Trommeldurchmesser 160mm, Belagbreite 20mm

Maße / Gewichte: Länge/Breite/Höhe 1970/685/950mm, Radstand 1285mm,Bodenfreiheit                                135mm,Sattelhöhe 730mm, Gewicht 96kg, Verbrauch 125/150TL                                ca.2,5Ltr./100km,125SL ca. 2,7Ltr./100km,Höchstgeschwindigkeit                                125TL ca.75Km/h,150TL ca. 82Km/h, 125SL ca. 90Km/h.

 Bau und Erkennungsmerkmale: Typ 125TL , Typ 150TL

125TL  1951-1953 Motor-Nummern  500.001 – 502443 Produktion  2430Stk.
150TL  1951-1953 Motor-Nummern  400.001 -422616 Produktion 22611Stk.
 ! Lackierung : blau
 !
Tank mit verchromten Seitenteilen, weiß-goldenen Zierlinien als Abgrenzung zur Lackierung,
   frühe Modelle mit Aufschrift, später geprägtes Wappen in den Seitenteilen.

! Felgen lackiert, weiß beschnitten.
!
Zündschloss und Tachometer im Scheinwerfergehäuse, ebenso Licht-Hauptschalter und`Ladekontrollleuchte.        Lichtaustrittöffnung 130mm.
!
verchromt sind :Auspuffkrümmer, Lenker, Steckachsen, hintere Federbeine, Gleitstück der Teleskopgabel, Speichen.     Bei früheren Modellen auch die Auspufftöpfe (später schwarz )
!
Fahrersattel ausgebildet als Schwingsattel mit zwei einstellbaren Zugfedern unter dem Tank.Profilierte Stahlplatte als Sattelträger, weiche Gummidecke auf Schaumstoff aufgezogen.
!
Gepäckträger und Soziussattel nur auf Bestellung

Typ 125SL  ( Abweichungen gegenüber TL )
 1951-1953 Motor-Nummern 460.001 – 463.430, Produktion 3429Stk.
! Lackierung : rot
! Tankzierlinien : gold
!
verchromte Felgen

 Die 125TL wurde nur auf besonderer Bestellung geliefert, um den Fahrern die im Besitz des
 früheren Kleinkraftrad – Führerscheins waren, die Möglichkeit zu geben eine TL zu fahren.

Gallery

Bitte sendet eure Bilder, die Ihr von euren Modellen habt, für die Gallery ein.

Foto vom Verkaufsprospekt

Foto vom Verkaufsprospekt

Puchwerbung

Auf dem Titelblatt von DAS MOTORRAD

Vorserientests im Wettbewerb, Klammer bei

ADAC Deutschlandfahrt

Ich vor der TL meines Vaters

Mein Vater bei der Inspection 1

Mein Vater bei der Inspection 2

Reparaturanleitung/Maschine im Renntrim mit

..

Bei jedem Treffen ein bunter Fleck zwischen dem ganzen schwarz.

Irgendwie wird sie auch heute noch zur

Werbung benutzt.

 

Die letzte gelbe TF aus dem Jahre 1950

Zusammengetragen von Heinz Wyes   ©

Copyright: www.puchclub-hamburg.de/Heinz Wyes

letzte Aktualisierung: 15.01.2007 -S.(59)-
 

 

 


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